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Optimale Akustik an KITA’s und Kindergärten

Eine gute Ausbildung sichert die Zukunft unserer Kinder. Das beginnt bereits in der KITA und im Kindergarten. Die PISA-Studien verdeutlichen, dass hier grosser Handlungsbedarf besteht. Ein wichtiger und bisher vernachlässigter Aspekt ist die Raumakustik dieser Räume. Bei KITA’s und Kindergärten geht es vor allem um die Lärmminderung. Hallige Räume, wie wir sie oft antreffen erzeugen unnötig hohe Lärmpegel und beeinträchtigen so in erheblichem Mass die Unterrichtsqualität. Konzentrationsprobleme sowie die Beeinträchtigung des Wohlbefindens und der Gesundheit gehören dazu. Davon sind Betreuerinnen und Betreuer ebeneso wie Kindergärtnerinnen und Kindergärtner betroffen wie auch die Kinder selbst. Über 80% des Personals bezeichenen den Lärm als Hauptproblem und Hauptbelastung und leidet in erheblichem Mass darunter.

Optimale Raumeigenschaften

Gemäss DIN 18041 soll die Nachhallzeit in einem durchschnittlich grossen Unterrichtsraum ca. 0.55 s betragen. Das betrifft vor allem auch die tiefen Frequenzen, wo sich physikalisch betrachtet, am meisten Schallenergie, also auch Lärm, sprich akustischer “Abfall” befindet.

Zwar ist die erforderliche Nachhallzeit in DIN 18041 geregelt, in der Schweiz jedoch gilt bindend für sämtliche Unterrichtsräume die SIA 181 (SN 520 181), Schallschutz im Hochbau, Kapitel 3.3, Raumakustische Anforderungen an Unterrichsträume und Sporthallen. Das heisst, die Norm SIA 181 muss also für alle Unterrichtsräume zwingend eingehalten werden. Die Soll-Nachhallzeit berechnet sich, gemäss Norm, mit folgender Formel:

SIA 181 Formel Hall Unterrichtsräume

In erster Linie muss also die Nachhallzeit auf das erforderliche Mass, die Soll-Nachhallzeit gesenkt werden damit die Halligkeit des Raums abnimmt. Decken und auch Wände sind dazu bestens geeignet. Meist werden abgehängte, schallabsorbierende Decken installiert. Leider sind solche Decken in den tiefen Frequenzen kaum wirksam. Noch schlechter ist das Absorptionsverhalten von konventionellen, direkt an die Decke montierten Absorbern. So kommt es oft vor, dass der Raum in den tiefen Frequenzen trotz der Massnahmen dröhnt, also noch hallig ist und die Sprachverständlichkeit trotz der schallabsorbierenden Massnahmen schlecht ist (Es gibt jedoch innovative Produkte, welche diese Probleme lösen können). In solchen Fällen muss “nachgerüstet” also saniert werden. Tieftonabsorber mit starker Wirksamkeit können beispielsweise zusätzlich, hinter der abgehängten Decke oder an den Wänden montiert werden. Zwischenzeitlich gibt es auch schallabsorbierende Möbel die hilfreich sein können.

Stimmen die Nachhallzeit und die Sprachverständlichkeit, so wird auch der empfohlene zulässige Schallpegel von ca. 65 dBA, respektive maximal 80 dBA, das ist immerhin etwa so laut wie ein vorbeifahrender Lastwagen, kaum mehr überschritten werden. Die Lärm-Pegel-Spirale wird so definitiv unterbrochen.

Lösungsansatz

Zuerst die Nachhallzeit mit Händeklatschen schätzen und auf das Dröhnen der Stimme im Tieftonbereich achten.Wenn möglich die Soll-Nachhallzeit nach SIA 181 mit obenstehender Formel berechnen, sonst von 0.5 s ausgehen. Bei Zweifel oder Bedarf, die Nachhallzeit, Sprachverständlichkeit und Lärmpegel von uns exakt messen lassen. Darauf basiert unsere raumakustische Planung und es können so die erforderlichen Massnahmen auch Sanierungsmassnahmen berechnet und budgetiert werden.

Nachhallzeit und Sprachverständlichkeit berechnen wir auch für geplante, also noch inexistente Räume, welche wir raumakustisch simulieren.

Wir arbeiten mit modernsten Messgeräten und Software nach anerkanntem Stand der Technik. Gerne stehen wir Ihnen zur Verfügung. Zögern Sie nicht uns zu kontaktieren, wir beantworten Ihre Fragen gerne.